BWL an Universitäten studieren

Business Schools, FH Studium, duales Studium. Das BWL Studium lässt sich heute in ganz unterschiedlichen Formen absolvieren. Warum es sich dennoch lohnt  BWL an Universitäten zu studieren wird hier beschrieben.

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Warum sollte man BWL an Universitäten studieren?

Das BWL Studium an Universitäten ist ein wissenschaftlich orientiertes, theoriebasiertes Studium. Ziel eines BWL Studiums an der Universität ist es unter Anderem auch die Studenten nach erfolgreichem Abschluss eines Masterstudiums zur Aufnahme einer Promotion zu befähigen, so dass das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten oftmals einen nennenswerten Teil des Studiums ausmacht. Die Universitäten sehen sich in erster Linie nicht als Ausbildungsstätten für zukünftige Angestellte, sondern als Ausbildungsstätten des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein Vorteil eines Universitätsstudiums liegt klar darin, dass man ein sehr solides Wissensfundament im Bereich der Betriebswirtschaftslehre vermittelt bekommt und die behandelten Themen oft in größerer Ausführlichkeit und tiefer durchdringt als an der Fachhochschule. Ein Nachteil ist es oftmals, dass die Studienprogramme an Universitäten massive Studentenzahlen aufnehmen müssen, worunter teilweise die Betreuungsqualität und Interaktivität des Studiums leiden können.



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Qualität deutscher BWL Fakultäten im internationalen Vergleich

Das BWL Studium an deutschsprachigen Universitäten ist sehr viel theorielastiger als an nahezu allen anderen Universitäten weltweit. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft auf breiter Basis so hauptsächlich nur im deutschen Sprachraum betrieben wird. International dominiert die arbeitsmarktorientierte, anwendungsorientierte Hochschulausbildung nach dem Konzept von sogenannten Business Schools. Forschung wird im Ausland hauptsächlich von einigen, wenigen forschungsstarken Universitäten betrieben.
Generell muss man sagen, dass das Niveau des BWL Studiums – wie auch aller anderen Studiengänge –  was den Inhalt angeht im deutschsprachigen Raum am höchsten ist, wenn man die breite Masse der Universitäten betrachtet und nicht ausgewählte Elite-Institutionen wie Harvard oder die HEC (École des hautes études commerciales de Paris). Dies ist darauf zurückzuführen, dass deutsche Abiturienten aufgrund des weltweit einzigartigen dreigliedrigen Schulsystems mit sehr viel mehr Wissen in das Studium starten, als es Abiturienten in den meisten übrigen Ländern tun, deren Abitur aufgrund der dortigen Einheitsschulsysteme mit einem deutschen Gesamtschulabitur zu vergleichen ist. Außerdem existiert in den meisten Ländern der Welt kein qualitativ hochwertiges Ausbildungssystem wie in Deutschland. Daher werden im Ausland Bildungsprogramme als BWL Studiengänge angeboten die vom Inhalt her in Deutschland eher mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann zu vergleichen sind – nur das weniger praktisch anwendbare Fertigkeiten vermittelt werden.

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